Wieblinger Bund e.V.


 

Jahresbericht des Vorstandes

Im November 2018

Liebe Ehemalige!

Das diesjährige Ehemaligen-Treffen ist nun schon wieder »Geschichte«. Der 6. Oktober war ein wunderschöner, noch sehr warmer Spätsommertag. Gegen 11 Uhr betraten die ersten Ehemaligen das Schloss, um ihr Namensschild in Empfang zu nehmen. Im Verlauf des Tages kamen zeitweise bis zu 130 Ehemalige zusammen. Einige Jahrgänge hatten sich schon im Vorfeld verabredet und dafür zum Kaffeetrinken Tische im Speisesaal reservieren lassen. Der Abi-Jahrgang `98 fand sich mit 20 Teilnehmer/innen zu seinem Treffen zum Abend-Buffet im Lehreresszimmer zusammen (s. Bericht). Wie immer war die Wiedersehensfreude unter den Ehemaligen groß. Viele Parkrunden wurden bei dem schönen Wetter gedreht – und natürlich dabei viel geredet. Ein Thema war auch die zu diesem Zeitpunkt kurz bevorstehende Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an Aleida Assmann, geb. Bornkamm, die Schülerin in Wieblingen von 1957 bis 1966 war, und ihren Mann Jan (s. RNZ-Artikel). Ich denke, wir dürfen alle ein bisschen stolz darauf sein, dass eine so bedeutende Kultur-Wissenschaftlerin auch zu unseren Mitgliedern im Wieblinger Bund zählt.

Einige der älteren Ehemaligen nahmen zum ersten Mal an einem Treffen teil. Sie waren positiv überrascht von den vielen Veränderungen, die ihre »alte« Schule im Vergleich zu ihrer eigenen Schulzeit jetzt vorzuweisen hat. Einzelne Ehemalige hatten auch ihren Nachwuchs mitgebracht, der sich bei Nachfrage ziemlich beeindruckt von der Schule ihrer Mütter zeigte. Nach der Begrüßung, die diesmal leider ohne musikalischen Schülerbeitrag stattfinden musste (dies war den Brückentagen, die an den 3. Oktober angehängt wurden, geschuldet), hatten die Ehemaligen Gelegenheit, sich bei der Schulführung mit Herrn Dr. Döpp über Veränderungen, Neuerungen und Bauvorhaben in der Schule (s. Schulleiterbericht) und auf dem Schulgelände zu informieren. Höhepunkt der Führung war für viele sicher die Besteigung des Kapellenturms. Leider konnten die neuen Stühle für die Aula, die der Wieblinger Bund finanzieren wird (s. Rundbrief 2017), noch nicht in Augenschein genommen werden. Sie wurden erst 2 Wochen nach dem Treffen geliefert.

Obwohl sich zu diesem Treffen weniger Ehemalige als 2015 angemeldet hatten, tat dies der guten Stimmung keinen Abbruch. Dazu leistete wieder das Küchen-Team mit Herrn Freese an der Spitze sowie Frau Maltry, die sich aufmerksam und mit ihrer herzlichen Art besonders um die älteren Teilnehmer/innen beim Kaffeetrinken und Abendessen kümmerte, einen erheblichen Beitrag. Imbiss, Kaffeetrinken und Abend-Buffet lösten große Begeisterung aus. Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns an diesem Tag kulinarisch verwöhnt haben!

Die gut besuchte Abendandacht war traditionsgemäß wieder ein Höhepunkt an diesem Tag. Beim gemeinsamen Psalm-Lesen, Singen und Beten wurden besonders bei uns ehemaligen Internen Erinnerungen an die vielen Morgen- und Abendandachten wachgerufen, die wir während unserer Internatszeit erlebt hatten. Herrn Dr. Döpp sei herzlich für die Gestaltung der Andacht und insbesondere für seine Gedanken zur Emmaus-Lesung gedankt. Herzlichen Dank auch an Herrn Balbach, Kantor der Kreuzkirche und gleichzeitig Musiklehrer an der Schule, der die Kapellenorgel wunderbar zum Klingen brachte und uns damit zum kräftigen Singen der ausgesuchten Lieder (»Der Mond ist aufgegangen«, »Du, meine Seele singe«) und des Kanon »Dona nobis pacem« motivierte. Ich glaube, Herr Balbach war ziemlich beeindruckt von unserer Sangesfreude!

Beim anschließenden Abendessen im Kerzenlicht, zu dem sich auch erfreulicherweise noch einige, wenn auch wenige, Lehrer gesellten, konnten weiter Erinnerungen ausgetauscht und begonnene Gespräche intensiviert werden. Dann ging es gegen 21:30 Uhr so langsam ans Abschiednehmen. Das allgemeine Resümee lautete: Es war wieder einmal ein schönes, gelungenes Treffen – und es hat sich gelohnt, dabei gewesen zu sein.

Was sich sonst übers Jahr in der Schule ereignet hat, ist dem Bericht von Herrn Dr. Döpp zu entnehmen. Einer der Höhepunkte war für mich persönlich sicher wieder das Schulkonzert »flowing sounds … in schoolconcert« am 16. März, das die ganze Bandbreite der musikalischen Aktivitäten an der Schule mit beeindruckenden und mitreißenden Darbietungen zeigte. Es ist immer wieder schön zu sehen und zu spüren, mit wieviel Freude alle Beteiligten mitwirken. Mit dabei war auch diesmal wieder der von Herrn Balbach geleitete »Cross-Over-Chor«, der sich zusammensetzt aus Eltern, Schüler, Lehrer und Mitgliedern der Kreuzkirchengemeinde. Auf das nächste Schulkonzert im kommenden Frühjahr kann man sich jetzt schon freuen.

Nun muss ich noch das auch für den Wieblinger Bund relevante Thema »Datenschutzgrundverordnung« (DSGVO) ansprechen: Wir müssen ja nun von jedem Mitglied eine unterschriebene Einverständniserklärung einfordern, die es den Verantwortlichen des Wieblinger Bundes erlaubt, die Mitgliederdaten zu speichern und die Adressen für die Versendung des jährlichen Rundbriefes und der Einladungen für das Ehemaligen-Treffen zu verwenden. Ich bat und bitte an dieser Stelle dringend darum, die diesem Rundbrief beiliegende Datenschutzerklärung ausgefüllt und unterschrieben im beigefügten Freiumschlag zurückzuschicken! Denn sollten wir kein ausgefülltes Datenblatt zurückerhalten, müssen wir Euch leider aus unserer Mitgliederdatei streichen! Dies würde bedeuten: Kein Rundbrief mehr, keine Einladungen zum Ehemaligen-Treffen etc. Ganz zu schweigen davon, dass sich dies natürlich gravierend auf die finanzielle Unterstützung der Schule auswirken würde.

Im letzten Rundbrief hatte ich ja bereits angekündigt, dass ich für eine Wiederwahl im Vorstand des Wieblinger Bundes nicht mehr zur Verfügung stehe. Nach den Vorstandswahlen während der Mitgliederversammlung beim Ehemaligen-Treffen werden nun Maximilian Bauer (1. Vorsitzender) und Michael Windorfer (2. Vorsitzender) zusammen mit Jan Schmucker, dem neuen Schatzmeister, und den beiden Schriftführerinnen Angelika May und Christina Finkeißen dem Wieblinger Bund vorstehen und ihn sicher mit viel Schwung und neuen, frischen Ideen durch die kommenden Jahre führen.

Für das Vertrauen, das mir von Euch Ehemaligen als Vorsitzende des Wieblinger Bundes 21 Jahre entgegengebracht wurde, bedanke ich mich sehr herzlich. Es waren recht abwechslungsreiche Jahre. Darunter waren die Wechsel in der Schulleitung und in der Verwaltung, die überführung der Schule in die neu gegründete Schulstiftung der Evangelischen Landeskirche, sowie die Umsetzung verschiedener, häufig auch größerer Anschaffungen für die Schule, dank Eurer Mitgliedsbeiträge und Zusatzspenden. Und nicht zuletzt natürlich die vielen Kontakte mit Ehemaligen durch Anfragen, Mitteilungen und persönlichen Begegnungen während der Treffen.

Ein ganz besonders herzlicher Dank gilt meinen »Mitstreitern« im Vorstand, Maximilian, Christina, Michael und Angelika, ohne die die Arbeit für den Verein nicht zu schaffen gewesen wäre. Auch bei den früheren Vorstandsmitgliedern Verena Baldamus, geb. Auffermann, Martina (Mücke) van de Loo, geb. Meier, Ingrid Müller-Christmann, geb. Hechler, und Brigitte Nerger, geb. Dörsam, bedanke ich mich an dieser Stelle auch noch einmal sehr herzlich. Sie haben mir bei meiner Amtsübernahme 1997 und in den folgenden Jahren immer die größtmögliche Unterstützung zukommen lassen.

Die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Schulleitung, Verwaltung und den Sekretärinnen mit ihrer immerwährenden Hilfsbereitschaft habe ich nie als etwas Selbstverständliches angesehen. Dafür danke ich allen sehr!

Mein herzlicher Dank gilt natürlich auch den beiden Hausmeistern, Herrn Reichensperger und Herrn Schwarz, die tatkräftig zupacken, wann immer der Wieblinger Bund Unterstützung benötigt.

Und last but not least bin ich Herrn Freese und seinen Mitarbeitern zu größtem Dank verpflichtet: Ohne ihn und seine Crew wären die Ehemaligen-Treffen nur halb so gelungen! Denn was wäre eine solche Veranstaltung ohne Speis` und Trank? Die im Vorfeld erforderliche Planung hat mir zusammen mit Herrn Freese immer sehr viel Freude gemacht. Auf seine kreativen Vorschläge für Speisefolge und Dekoration sowie die professionelle praktische Umsetzung des Geplanten konnte ich mich immer verlassen. Auch für die Planung und Durchführung der nächsten Treffen wird Herr Freese mit seiner Mannschaft natürlich weiter zur Verfügung stehen.

Dass es heute nicht mehr so selbstverständlich ist, den Mitgliederstand des Wieblinger Bundes zu bewahren oder gar zu vermehren, wurde ja schon häufig angesprochen. Die Verbundenheit mit der Schule ist bei den heutigen Abgängern/Abgängerinnen durchaus vorhanden, jedoch ist damit der Eintritt in den Wieblinger Bund keineswegs verbunden. Durch die digitale Vernetzung besteht für viele heute nicht mehr die Notwendigkeit, dem Wieblinger Bund beizutreten. Es bedarf größter Mühe und überzeugungskraft, die jungen Ehemaligen vom Sinn einer Mitgliedschaft zu überzeugen.

Für einige der älteren Ehemaligen mag es etwas ungewohnt anmuten, dass sich der Vorstand des Wieblinger Bundes nun leicht »männerlastig« präsentiert. Ich denke, da die Schule längst das Image der »Mädchenschule« abgelegt hat und sich das Schüler-Klientel inzwischen aus 50 % Jungen und 50 % Mädchen zusammensetzt, ist es fast schon überfällig, das männliche Element auch im Wieblinger Bund-Vorstand mehr in den Focus zu rücken.

Dem neuen Vorstand wünsche ich jedenfalls viel Freude und gutes Gelingen für die generationsübergreifende Vereinsarbeit und weiterhin ein gutes Miteinander mit der Schulleitung, die den Wieblinger Bund nicht nur als finanzieller Unterstützer, sondern auch ideell in seiner Bedeutung für die Schule sehr zu schätzen weiß!

Euch allen wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und für die Zukunft alles Gute!

Eure Dorothee Ostertag-Körner

Liebe Ehemalige,

seit drei Jahren befinde ich mich an der Position des 2. Vorsitzenden unseres Vereins und wurde bei dem diesjährigen Ehemaligentreffen schließlich zum 1. Vorsitzenden gewählt. Für Ihr und Euer Vertrauen möchte ich mich zunächst herzlich bedanken.

Wie auch schon persönlich bei der Mitgliederversammlung im Rahmen unseres Ehemaligentreffens vorgetragen, möchte sich der gesamte Vorstand nochmals bei Dorothee Ostertag-Körner bedanken, die so viele Jahre lang die Geschicke des Wieblinger Bundes geleitet hat. Sie hat Spuren hinterlassen, und wir werden sie auch künftig bei Fragen und Ratschlägen konsultieren dürfen – herzlichen Dank auch hierfür!

Die letzten drei Jahre waren spannend und lehrreich und haben mich gut an die bevorstehenden Aufgaben herangeführt. Ich freue mich, dass vom bisherigen Vorstandsteam Michael Windorfer, Angelika May sowie Christina Finkeißen dabeigeblieben sind und wir mit Jan Schmucker einen adäquaten Ersatz für die Verwaltung unseres Vermögens gefunden haben.

Wie bereits an mehreren Stellen hingewiesen, wird es in Zukunft eine Herausforderung sein, wie wir unseren Mitgliederstand haltem und vergrößern können. Die Datenschutzgrundverordnung macht uns dies nicht leichter. Wir werden nach Lösungen suchen, mit diesem Thema umzugehen und nach neuen Wegen, Mitglieder für unseren Verein und damit Unterstützer für unseren Auftrag zu gewinnen.

Im Namen des gesamten Vorstands wünsche ich Ihnen und Euch ein friedvolles Weihnachtsfest und für das neue Jahr 2019 alles erdenklich Gute.

Ihr und Euer Maximilian Bauer

(aus dem Wieblinger-Bund-Heft 2018)